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Gemeinnütziger 

Frauenverein Bauma

c/o Karin Keeble

Nörgelbach 37

8493 Saland

Tel. 052 386 22 56

 


 
 
 

Seniorenreise Bauma

Mittwoch, 21. August 2019

 

Alle Jahre wieder am ersten Mittwoch nach den Sommerferien organisiert der Vorstand des Gemeinnützigen Frauenvereins eine schöne Reise für Senioren/Innen. Diesmal fuhren die zwei netten Chauffeure Xaver Betschart und Manfred Rutz von Heusser-Car 98 Teilnehmer über Land, abseits der Autobahn zur Kartause Ittingen in Warth-Weiningen. Im mit Hopfen umgebenen Parkplatz angekommen, bat Isabella Schoch alle nach der nun freien Zeit, sich für das gemeinsame Mittagessen um 11.45 Uhr vor dem Restaurant Mühle einzufinden. Es blieb genügend Zeit die verschiedenen Gärten um die Kartäuser-Häuschen, mit den zierlichen Buchs-Einfassungen, die gerade geschnitten wurden anzuschauen. Die ebenfalls gepflegten Rebberge, die mit der erlaubten Menge Trauben unseren Weg säumten und die Weitsicht bei diesem schönen Wetter, liessen uns vergessen, dass die unzähligen Rosen leider verblüht waren. Der Weiher mit dem Riegel-Kartäuserhäuschen schenkte uns ein Spiegelbild vom Rebberg. Das Labyrinth, das immer mit einem Weg zur Mitte führt, war sehr gut überschaubar, da es mit fein duftendem Thymian angepflanzt war. Um 12.00 Uhr durften wir ein feines Mittagessen geniessen im Restaurant Mühle und das riesen Mühlerad aus dem Jahr 1870, das sich noch immer dreht bestaunen. Ein Kompliment dem ganzen Team vom Restaurant Mühle, die es verstanden haben 100 Mittagessen inkl. Dessert und Kaffee, nett und freundlich zu servieren. Für Interessierte war um 14.00 Uhr eine Museumsführung angesagt. Herr Beat Benkler verstand es, uns Laien in der Klosterkirche, übrigens ein Barockjuwel über die bereits 900 jährige Geschichte der Kartause zu berichten. Die Kartäusermönche wollten unter sich sein. 1471 Ihrer Ordensregel entsprechend schlossen sie die Bevölkerung von ihren Gottesdiensten aus. Die Frauen drangen daraufhin in die Klosterkirche ein und ertrotzten mit einem Sitzstreik eine Kirche in Warth. --Wir bewunderten das Chorgestühl von Chrissostomos Fröhli, der aus dem thurgauischen Bichelsee stammende namhafte Künstler. Stattete im 1763-1767 die Kirche mit Stuckaturen, Gemälden und Altären aus. Dem Kloster ging es nicht immer gut. 1867 kaufte ein reicher St.Galler Bankier das Kloster zu landw. Zwecken für seinen Sohn, der den Betrieb bis 1938 bewirt-schaftete. Die Geschichte bis ins Jahr 1977 ist sehr spannend, auch als die Stiftung Kartause Ittingen gegründet wurde. Nun durften wir noch ein Häuschen besuchen, der ehemaligen 14 Kartäuser und über deren Lebensart und die ritualen Tagesabläufe näheres erfahren. Nicht nachvollziehbar für mich, aber dankbar bin ich für die sehr aufschlussreiche und kompetente Führung an diesem Nachmittag. Die Zeit verflog im nu, ein Besuch hat sich gelohnt und mit vielen Eindrücken füllten wir wieder den Car 1 und 2. Via Aadorf, Bichelsee, Saland-Bauma kamen wir kurz vor 17.00 Uhr wieder im Tösstal an. Wir danken alle den beiden Chauffeuren Xaver und Manfred für die schöne Ausfahrt über Land und dem ganzen Reise-Team vom Gem. Frauenverein für die Organisation und den wieder schönen Tag!

 

Margrit Lang